erstellt am: 19.02.2013 | von: | Kategorie(n): Kolumne


Ein Artikel im Autoda - der Gebrauchtagen-Blog von Judith

„Der Fahrer des Wagens mit dem amtlichen Kennzeichen HH-AB-1234 wird gebeten sein Fahrzeug zu entfernen.“ Wer kennt diese Durchsagen nicht, wie sie so schön durch die Einkaufhäuser hallen und alle Menschen aufhorchen lassen. Gespanntes Atemanhalten, Hoffen und Bangen, dass nicht das eigene Auto gemeint ist. Nachdem das Nummernschild verkündet wurde, steht der Auserwählte fest. Der Rest wendet sich entspannt auch ein wenig schadenfroh wieder seinen vorherigen Tätigkeiten zu. Derjenige, der soeben aufgerufen wurde, muss sich nun aber spurten – versperrt er doch gerade eine wichtige Einfahrt, den Rettungsweg oder parkt widriger Weise auf einem Behindertenparkplatz.

 

Ja, die Suche nach einem ParkSchild Parken verbotenplatz. Da werden schon mal Grundstückseinfahrten zu vermeintlichen Goldgruben der Parklücke und eigentlich reservierte Parkplätze für die Allgemeinheit zugänglich gemacht. Aber nicht jeder Parkplatz entpuppt sich auch als das, was er verspricht.

 

So gibt es zum Beispiel diejenigen, die nur vorgeben, für die breite Masse der Autofahrer zur Verfügung zu stehen. Die sogenannten Privatgrundstücks-Parkplätze. Wenn ich an einem  Samstagabend nach Hause fahre und verzweifelt auf der Suche nach einem Parkplatz bin, da springen sie einem ins Auge. Die völlig freien Plätze. Kein Schwein scheint sich für sie zu interessieren und du denkst so: „Man hab ich ein Glück!“ Denkste! Denn ein kleines Schild, links neben der Einfahrt weist dich hanseatisch nüchtern drauf hin, dass dies nur private Parkplätze sind – nicht fürs gemeine Volk der suchenden Autofahrer. Aber wo zum Teufel parken dann die ganzen Menschen, denen hier ein Platz gehört? Bestimmt direkt vor meiner Haustür, nur um mich zu ärgern.

 

Also drehe ich meine Kreise rund um meinen Wohnblock ein wenig weiter und zu mir gesellen sich immer mehr Leidensgenossen. Alle auf der Suche…Das einzige was frei zu sein scheint, sind die Behindertenparkplätze. Aber auf die stelle ich mich aus Prinzip nicht. Es soll ja Menschen geben, die nehmen da keine Rücksicht drauf und stellen ihren Wagen einfach ab. Hauptsache einen Parkplatz schön dicht am Eingang. Diesen Menschen scheint es komplett an zivilisatorischer Erziehung zu fehlen und sie sollten sich schämen! Heute Abend scheinen wohl keine Autofahrer dieser Art unterwegs zu sein, denn auch bei der zweiten Runde durch die Straße sind diese Plätze immer noch leer.

 

Eine Querstraße weiter gibt es eine große Anzahl an eigentlich 1a-Parkplätzen. Eigentlich, denn jeder der diese genauer kennt, verschmäht sie auch in noch so später Stunde. Nicht-Hamburger oder sehr Naive aber wagen sich auf einen solchen Parken nur für Anwohner?!Platz. Knackpunkt der ganzen Sache ist, dass ein kleines Schild am Anfang der Parkreihe darauf hinweist, dass es sich hier um Zwei-Stunden-Parkplätze handelt. Und mit zwei kleinen lächerlichen Stündchen kommt ja keiner weit. Ich würde auch niemandem empfehlen es darauf ankommen zu lassen, sich mehr als die vorgegebene Zeit dort hinzustellen. Denn wenn die Stadt hier eines erst nimmt, dann das Verteilen der Strafzettel für verkehrswidriges Parken. Mit Hilfe von unzähligen Politessen finden sie jeden Falschparker und heften ihm den Zettel unter den Scheibenwischer. Das machst du einmal und nie wieder, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

 

Nach einer geschlagenen halben Stunde Suche gebe ich es auf und mache mich auf zu einem entfernteren großen Parkplatz, der mir schon zu mancher späten Stunde einen Platz geboten hat. Leider bedeutet dies dann auch einen langen Fußmarsch zurück nach Hause. Knappe 15 Minuten später stehe ich dann in meiner Wohnung am Fenster und sehe, wie genau vor meiner Haustür ein Platz frei wird… Schicksal.

 

Eure

Judith

 

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