erstellt am: 30.11.2012 | von: | Kategorie(n): Gebrauchtwagen


Ein Artikel im Autoda - der Gebrauchtagen-Blog von Verena

Auch wenn man mit dem Opel Astra so einiges assoziiert, ist das Thema „Motorsport“ in der Mindmap höchstwahrscheinlich gar nicht mit dabei. Das wäre auch vollkommen gerechtfertigt, gäbe es da nicht den Opel Astra OPC – der schnellste Kompaktwagen, der von Opel je gefertigt wurde. Neben seiner Sportlichkeit, will der OPC auch noch die richtige Begleitung für den Alltag sein – eine Aufgabe, der er weniger gut gerecht wird.

 

Opel_Astra_OPCFolgende Daten können aber erst mal der Langeweile einen Strich durch die Rechnung machen: 280 PS, 250 km/h Höchstgeschwindigkeit, 400 Newtonmeter Drehmoment. Mit diesen Werten bringt man es ratzfatz auf Schneckenlichtgeschwindigkeit, wer hätte das von einem Opel Astra erwartet…

 

Und als nächstes bekommt das Konservative eins vor den Latz: Der Kompaktwagen steckt voller Innovationen! Es geht mit der feinfühligen Motorkalibrierung los, die anhand der Luftfeuchtigkeit im Ansaugbereich die Kraftstoffeinspritzung regelt und mit der Vordruckladeventil aus eigener Entwicklung weiter, mit dessen Hilfe das Turboloch gestopft wird.

 

Es sitzt einfach alles

 

Vergleicht man den Astra OPC mit seinen Konkurrenten VW Golf GTI und dem neuen Ford Focus ST, dann stellt man fest, dass der OPC der stärkste, aber auch der teuerste in dem Trio ist. Und auch im Vergleich zum Golf-R und dem Sport-Megane gewinnt der Astra OPC mit den besten Sitzen. Die Sitzschalen besitzen vorn ein Organoblech, das ist etwas, was bei Serienfahrzeugen noch nie vorgekommen ist und zu einer Gewichtsersparnis von 45 Prozent führt. Die High-Performance-Sitze verfügen über 18 Einstellmöglichkeiten und sehen dazu verdammt abgespaced aus.

 

Aber wenn man über den OPC spricht, sollte man sich eigentlich nicht zu lang dem Thema „sitzen“ widmen. Reden wir lieber über den 2-Liter-Turbo mit Direkteinspritzung, und über das Fahrwerk, das der OPC vom GTC vererbt bekommen hat. Kein Wunder also, dass die High-Tech Vorderradaufhängung mit HiPerStruts (Hochleistungs-Federbeinen) mit an Bord ist. Außerdem gehört ein mechatronischer FlexRide-Chassis dazu, das per Knopfdruck die Möglichkeit bietet, Stoßdämpferkennlinie, Gasannahme und Lenkung mit einer Sport- und einer OPC-Einstellung zu verschärfen.

 

Ein mechanisches Sperrdifferenzial an der Vorderachse macht die hohe Leistung straßentauglich, indem der nötige Grip in Kurven, auch bei Nässe, gewährleistet wird.

 

Schein und Sein

 

Mit seiner Optik kann der OPC allein schon sein Revier verteidigen. Bissig krallt er sich in die Straße und macht auf böse. Spezielle Front- und Heckstoßfänger, Seitenschürzen, der aerodynamisch optimierte Dachspoiler und zwei Endrohre in Trapezform versprechen einiges an Athletik.

 

Der Verbrauch klettert durch das hohe Fahrvergnügen schnell in die Höhe. Man kuppelt, gibt Gas, beschleunigt, einfach weil man kann und am Ende ist der Tank leergesoffen – passiert. Aber wenn der OPC ehrlich ist, dann würde er wohl zugeben müssen, dass er nicht das geeignetste Alltagsfahrzeug ist. Seine wahren Herausforderungen findet er auf der Rennstrecke.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 abgegebene Stimmen, Durchschnitt: 4,33 von 5 Sternen)
Loading ... Loading ...

Ähnliche Artikel:

Tags: , ,





Autoda - follow us