erstellt am: 09.01.2013 | von: | Kategorie(n): Tipps


Ein Artikel im Autoda - der Gebrauchtagen-Blog von tobias

Wir starten in die Woche mit einem Astra, wie vermutlich viele aus dem hohen Norden. Allerdings steigt unser Astra der Woche nicht zu sehr in den Kopf. Nein, ein Fahrzeug, das ein rauschhaftes Erlebnis verspricht, ist der Astra Caravan 1.6 Selection 110 Jahre sicher nicht. Möchte er aber auch nicht sein. Vielmehr ist der Astra das sprichwörtlich gute Vorhaben fürs neue Jahr. Auf den ersten Blick wenig sexy, aber dafür sehr sehr vernünftig. Aber lasst uns mal einen katerlosen und vor allem nüchternen Blick auf unseren Kandidaten werfen!

 

Praktisch, problemlos, viel Platz, günstig: Astra Caravan

 

Der Astra Caravan ist auch als GebAutoda der Woche Opel Astra Caravanrauchtwagen einer der großen Konkurrenten der Kombi-Version des Golfs und im Laufe der Jahre zu einem soliden und modernen Auto gereift. Vor allem das großzügige Raumangebot prädestiniert den Astra für junge Familien. Im Innenraum haben aber auch vier Erwachsene mehr als ausreichend Platz. Wobei Personen über 1.85 Meter auf der Rückbank nur noch eine Handbreit zwischen sich und dem Dachhimmel bleibt. Wer großräumige SUVs gewohnt ist, dem mag auch die Beinfreiheit auf den hinteren Bänken etwas eingeschränkt vorkommen.

 

Insgesamt ist das Platzangebot aber mehr als ordentlich und der Kofferraum mit seinen 450l Volumen schluckt jede Menge Astra-Kästen (Bier) für die nächste Party. Zudem ist der Kofferraum von Opel äußerst variabel gestaltet und lässt sich durch das Vorklappen der Rücksitzlehnen sogar auf 800l vergrößern (gemessen bis zur Fenster-Unterkante). Die klappbare Rücksitzbank ist im üblichen Verhältnis von 60:40 geteilt (einige Modelle verfügen sogar über die Aufteilung 40:20:40 – die gehört aber zur Sonderausstattung) Durch die hochstehende Heckscheibe sind auch sperrige Dinge (der nächste IKEA-Großeinkauf!) kein allzu großes Problem.

 

Sicher? Sicher!

Der Astra weiß mit kräftigen und standfesten Bremsen zu überzeugen. Aber auch Assistenzsysteme wie ESP Plus, dem elektronischen Bremsassistenten, gehören zur Ausstattung. ESP Plus bremst im Vergleich zu herkömmlichen ESP mit bis zu drei Rädern gleichzeitig ab und kann so noch effektiver die Stabilität des Fahrzeugs bewirken. Somit kann die Fahrwerkabstimmung einiges an Pluspunkten sammeln, die dem Fahrer auch in etwas schwierigeren Situationen immer ein direktes Gefühl vermittelt und unmittelbar auf die Lenkbefehle zielgenau reagiert. In Kurven untersteuert der Astra leicht, ein Verhalten, das vor allem weniger geübten Fahrern entgegenkommt. Auch hier reagiert das ESP gut: schon bei leichten Schleuderbewegungen greift dieses bereits im Ansatz ein.

 

Neben den Frontairbags und Seitenairbags ist ein von hinten nach vorne durchgehendes Kopf-Airbagsystem Serie. Die Kopfstützen sind vorne für Leute bis 1,90 Meter konzipiert – hinten bis ca. 1,85 Meter ausreichend hoch. Immerhin 4 Sterne stehen beim Crashtest nach EuroNCAP auf der Wertung – eine bessere Benotung verhindert der fehlende Gurtwarner. Seine Familientauglichkeit unterstreicht der Astra mit Isofix-Befestigungen auf der Rückbank. Auf dem Beifahrersitz sind allerdings nur Opel-Kindersitze mit Transponder erlaubt, die den Beifahrerairbag deaktivieren.

 

Rennwagen geht anders

Durchaus schnittig sieht der Astra Caravan in silber ja durchaus aus, allerdings lassen der 1,6-Liter Saugbenzinmotor keine Motorsportgene erwarten. Dennoch schlägt sich der Motor nicht schlecht – vor allem wenn man die Gänge ausdreht. So erreicht er gute Beschleunigungswerte beim Überholvorgang. Dementsprechend ist die Elastizität allerdings auch nur ausreichend. Dieser Astra verträgt sich eher nicht mit einer schaltfaulen Klientel. Das Fünfgang-Getriebe lässt sich prinzipiell gut und problemlos schalten, lediglich über den ersten Gang hört man gelegentlich in Foren und Berichten einige Klagen, dieser ist ab und zu etwas hakelig. Die Abstufungen des Fünfgang-Getriebes passen gut zur Leistungscharakteristik unseres Autodas der Woche: Auch auf der Autobahn verfällt der Motor nicht in ein nerviges Dröhnen, das Drehzahlniveau ist nicht zu hoch.

 

Der Verbrauch ist für einen Benziner durchschnittlich. In der Stadt genehmigt sich der Astra rund 8,7l Super, außerorts kommt er mit 5,4l aus. Autobahnfahrten bei kommoden Tempo leeren den Tank um weitere 7,0l auf 100km, wobei sportlicheres fahren auch mit einem Verbrauch über 10l/100km quittiert werden.

 

Fazit:

Der Astra eignet sich für echte Sparfüchse, denen das Image egal ist, Trendsettern, die einen neuen Hype in Gang setzen wollen, junge Familien, die einen geräumiges, vernünftiges, wirtschaftliches, sicheres und gutmütiges Fahrzeug suchen, auf dem nicht auch noch das Etikett Pempasbomber klebt oder allen anderen, die auch mal ein paar Kästen Astra zur nächsten Party mitbringen wollen.

 

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