erstellt am: 03.08.2012 | von: Judith | Kategorie(n): Gebrauchtwagentest
Er kann den Kampf aufnehmen. Seit Jahren fährt er unbehelligt durch die Städte, unbeeindruckt von den Kampfansagen der anderen. Und von diesen Herausforderungen gab es viele. Unter anderem mit dem BMW 1er, ein Duell, das nun in die Verlängerung geht. Aber auch Volkswagen, Opel und Seat treten mit ihren Modellen Golf, Astra und Leon in den asphaltierten Ring.
Seit nunmehr 14 Jahren produziert Ford das Modell Focus und verkaufte es bereits über 10 Millionen Mal. Eine Zahl die gerade dazu auffordert, dass wir uns den Wagen mal genauer ansehen. Und schauen, ob der dem Kampf wirklich gewappnet ist.
Bezwinger: Jugendliches Design
Schon von außen besticht der Wagen durch frische und junge Farben. Weg vom öden weiß und tristen schwarz. Die bunten Farben sprechen junge Leute um einiges besser an und das hat auch Ford verstanden.
Auf den ersten Blick wirkt der Focus durchaus sportlich und dieser Eindruck bleibt auch im Innern bestehen. Schlichtes Design und klare Farben in den Dekor-Elementen lassen ihn zeitlos und cool erscheinen. Dazu tragen die sparsam verteilten Knöpf bei, die allesamt beleuchtet sind.
Mit allen neuen technischen Errungenschaften versehen, kann der Focus locker mit seinen Konkurrenten mithalten. Neben dem serienmäßig verbauten Boardcomputer kann optional eine Vielzahl an Assistenzsystemen geordert werden.
Klarer Sieg im Alltag
Ein großer Vorteil dem 1er BMW gegenüber ist das größere Platzangebot. Ganze Familien finden hier ihren Platz. Selbst vier große Leute können ohne Problem längere Strecken fahren, denn sowohl die Beinfreiheit, als auch der Komfort der Sitze lassen keine Wünsche offen. Der fünfte Platz eignet sich allerdings nur für kurze Strecken in die nächste Disco.
Was er im Sitzraum an Platz bietet, bleibt im Kofferraum ein wenig auf der Strecke. Er fasst locker die drei Koffer für den Urlaub und sicherlich passt auch das klassische IKEA-Regal hinein, allerdings wohl nicht das Sofa der Oma. Auch gestaltet sich das Umklappen der Sitze ein wenig schwierig, dabei ist das doch Voraussetzung, wenn der geplante Einkauf bei IKEA von der geplanten Vase zu einer komplett neuen Wohnzimmerausstattung führte.
Aufpassen sollte man allerdings mit der wertvollen Fracht bei kleineren und größeren Unebenheiten der Straße. Denn vereinzelte Hubbel nimmt man im Inneren des Wagens wahr.
Auch wenn der Focus voll beladen ist, beschleunigt und bremst er wie gewohnt und ohne Einschränkungen.
Technik kein K.O.
Am Puls der Zeit orientiert sich der Focus nicht nur mit seinem Design, auch technisch ist der Wagen top ausgestattet. Das Radio lässt sich über das Lenkrad bedienen und die verbauten Lautsprecher bieten einen überraschend guten Sound. Uneingeschränktes Hörerlebnis dank kaum hörbarer Motorengeräusche im Innern – auch auf der Autobahn.
Revolution – Der Ford kommt ohne Tankdeckel aus. Das lästige Schrauben des Deckels fällt weg, dafür lauern an der Tankstelle andere Tücken.
Eine Umstellung für alle erfahrenen Autofahrer. Zum Starten des Wagens wird kein Zündschlüssel benötig. Einfach den Knopf drücken und der Motor surrt vor sich hin.
Auch für die Sicherheit ist gesorgt. Neben ESP und einem Bremsassistenten wird der Fahrer vor dem Losfahren aufgefordert sich anzuschnallen. Im gesamten Auto sind Front-, Seiten- und Vorhangairbags verbaut. Als zusätzliche Optionen können verschiedenste Assistenten engagiert werden, die die Spur halten, vor Müdigkeit warnen und den Wagen einparken.
Die Einparkhilfe scheint noch eine der sinnvollsten Zusatzoptionen zu sein, denn der Wagen ist aus dem Inneren schlecht einzusehen und einzuschätzen. Warum dann nicht einen Assistenten aktivieren, der locker in jede Lücke einparkt – man selber nimmt die Hände vom Lenkrad und gibt Gas.
Gas geben – gar kein Problem für den Focus. Auch wenn das Modell schon einige Jahre auf dem Buckel hat, kann er knackige 125 PS vorwiesen und das bei einem Verbrauch von lediglich 5,5 Litern.
Verschaffen dem Ford Focus all diese Fakten den Sieg gegenüber seinen Konkurrenten?
Was ihn auf jeden Fall auf die Pool-Position befördert ist der Preis. Knappe 23.000 Euro muss Mann oder Frau auf den Tisch legen. Bekommt dafür einen nahezu komplett ausgestatteten Focus und weitere Zusätze sind im Vergleich zur Konkurrenz auch erschwinglich.
Da jedes Modell seine Stärken und Schwächen hat, wird dieser Kampf noch nicht heute entschieden. Aber der Ford Focus steht bei weitem nicht schlecht da und kann mit erhobenem Haupte und geschwollener Brust die Straßen bezwingen.
Ford Focus 1.0 EcoBoost
Frontantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe
92 kW (125 PS) bei 6000 U/min
0-100km/h: 11,3 sek., Vmax: 193 km/h
5,5 l auf 100 km, CO2: 114 g/km
Leergewicht: 1360 kg
Einstiegspreis: 23.050 Euro
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Tags: Ford Focus, Gebrauchtwagen, Test, Vergleich



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