erstellt am: 03.05.2013 | von: | Kategorie(n): Gebrauchtwagentest


Ein Artikel im Autoda - der Gebrauchtagen-Blog von Tom Palupke

Als der Opel Meriva 2003 auf den Markt kam, eröffnete er ein völlig neues Segment: Er war der erste Mini-Van, den es je gegeben hat. Die zweite Generation, die seit 2010 unterwegs ist, hat sich zum Kompakt-Van vergrößert und gleichzeitig in fast jeder Hinsicht verbessert. Ich werde das neue Modell heute probefahren und bin schon sehr gespannt! Besonders interessiert mich der Motor des Testwagens, der 1.4 LPG ecoFlex mit Autogasantrieb – eine Treibstoffart, mit der ich noch nie gefahren bin.

 

Überraschung auf den ersten Blick

merivaBei dem Opel Meriva habe ich im Kopf immer noch ein Bild von der ersten Modellgeneration mit den riesengroßen, kastenförmigen Frontscheinwerfern. Bei der Begegnung mit meinem heutigen Test-Meriva blicke ich hingegen in eher katzenaugenförmig gebogene Scheinwerfer – eine Veränderung, die mir auf Anhieb gut gefällt. Der Opel blickt jetzt nicht mehr ganz so harmlos aus der Wäsche, man traut ihm direkt mehr Sportlichkeit zu.

 

Ich sehe mir den silbernen Testwagen von allen Seiten an und bin positiv überrascht. Auf mich wirkt der Meriva hochwertig, dynamisch und rundum ansehnlich.

 

Versteckter Türgriff

Manch einer wird beim Öffnen der hinteren Tür vielleicht erst einmal daneben greifen. Eher ungewohnt, befindet sich der Türgriff bei diesem Modell nämlich nahe der B-Säule – die Türen öffnen sich gegenläufig. Durch diese Mechanik soll der Einstieg auf die Rückbank erleichtert werden. Das stimmt bedingt, einen riesigen Unterschied macht es nun auch wieder nicht. Gut vorstellen kann ich mir allerdings, dass die Installation von Kindersitzen so leichter fällt.

 

Platzangebot

Zuerst teste ich einen Sitz im Fond. Mit meinen 1,85m habe ich hier ausreichend Platz. Weder vor den Knien noch über dem Kopf wird es eng. Ich wechsle auf den Fahrersitz, der Effekt ist der gleiche. Blass werde ich hingegen beim Anblick des Cockpits mit seiner Flut an Schaltern. Noch bin ich unsicher, ob ich mich in dem Knopfgewirr zurechtfinden werde.

 

Variabilität

Noch etwas zu den Sitzen: Das System im Fond ist unheimlich praktisch! Die längsverschiebbare Rückbank lässt sich zur Zweierkombi umgruppieren oder auch ganz umlegen. Der Vorgang ist so einfach, dass das nicht nur Theorie bleibt, sondern auch bei vielen Gelegenheiten fix umgesetzt werden kann. Vielleicht ist das einer der Gründe, durch die sich der Opel 2011 den Titel „Auto der Vernunft“ sichern konnte. Klingt nicht sexy, war aber durchaus nett gemeint.

 

Der Gasantrieb

Zu seiner Fahrweise kann ich noch nichts verraten, aufgefallen ist mir aber bereits der 48-Liter-Gastank im Kofferraum. Für 30 € lässt er sich volltanken und angeblich kann man dann 450 km unterwegs sein. Das nenne ich doch mal billig! Im Cockpit fällt außerdem der Schalter auf, der den Wechsel der Kraftstoffart ermöglicht. Jetzt will ich es aber wirklich wissen, drehe den Schlüssel um und trete auf das Gaspedal.

 

Fahrverhalten

Vorerst zum Überblick: An dem lässt sich nicht meckern, dank hoher Sitzposition kann man zu allen Seiten den Verkehr gut überblicken. Das Fünfgangschaltgetriebe lässt sich sehr exakt bedienen. Der Motor zeigt sich kultiviert, durchzugstark und in jeder Hinsicht alltagstauglich.

 

Der 4-Zylinder Reihenmotor leistet 87 PS und schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Der Meriva fährt sich insgesamt sehr komfortabel, federt gut und die Sitze sind gemütlich.

 

Als Familienvan ist der Meriva daher sicherlich gut geeignet: Der Motor fährt sehr leise und sanft und das Kurvenverhalten ist sehr gutmütig. Kleinkinder können hier auch auf unebenen Strecken ungestört weiterschlafen.

 

Fazit

Die Preise für den Meriva beginnen bei 22.240 €. In seiner Klasse besitzt der Kompakt-Van eine überdurchschnittlich hohe Wertstabilität. Die Entscheidung für einen gebrauchten Meriva ist daher keine unsichere Wahl. In unserem Onlineshop kostet der günstigste Opel Meriva derzeit 6.700 €. Es handelt sich um dabei um einen Wagen, der fünf Jahre alt ist, unfallfrei, aus erster Hand und Scheckheft geprüft.

 

Von einem langjährigen Autogastanker erfahre ich noch, dass es sehr empfehlenswert ist, eine Rohrzange im Handschuhfach dabei zu haben, um das Tankventil zu lösen.

 

Ich gebe den Meriva wieder ab und würde ihn abschließend mit vier von fünf Sternen bewerten. Nicht so gut gefielen mir das unübersichtliche Cockpit und die Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h finde ich für Autobahnen ein wenig zu träge.

 

Technische Daten

Zylinderzahl / Motorbauart: 4-Zylinder Reihenmotor
Hubraum: 1364 cm³
Leistung: 87 PS (64 kW) bei 5600 U/min.
max. Drehmoment: 119 Nm bei 4000 U/min.
Antriebsart: Vorderrad
Getriebe: 5-Gang Schaltgetriebe
Schadstoffeinstufung: Euro 4
Kraftstoff: Gas

Abmessungen und Gewichte

Radstand: 2630 mm
Spurweite (vorne/hinten): 1449 mm / 1464 mm
Außenmaße
(Länge × Breite × Höhe):
4052 × 1694 × 1624 mm
Zuladung: 455 kg
Zulässiges Gesamtgewicht: 1785 kg
Wendekreis: 10.85 m
Anhängerlast gebremst: 1000 kg

Beschleunigung

0-100 km/h (Herstellerangabe): 14 s
Höchstgeschwindigkeit (Herstellerangabe): 150 km/h

 

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