erstellt am: 09.05.2013 | von: | Kategorie(n): Gebrauchtwagentest


Ein Artikel im Autoda - der Gebrauchtagen-Blog von Tom Palupke

Liebe Väter, alles Gute zum Vatertag! Liebe alle anderen, alles Gute zum Feiertag! Liebe fleißige Blogleser: Es ist immer noch amerikanische Woche bei Autoda. Nicht zuletzt deshalb haben wir passend zum Anlass ein ganz besonders männliches Muscle Car ausgesucht, das wir heute, den Y-Chromosomen-Trägern zur Ehre, im Detail vorstellen möchten. Es geht um keinen geringeren als den Chevrolet Camaro. Seit 2011 treibt sich sein neuester Ableger auch auf deutschen Straßen herum und hinterlässt dort den Eindruck von muskelbepacktem Testosteron. Wir testen den Camaro 6.2 V8.

 

Das Gegenteil von zahm

chevrolet_camaroSchon der Urururururgroßvater des aktuellen Camaros brachte seit 1966 so viel Pfeffer auf die Straße, dass anderen Wagen die Scheinwerfer brannten. Ursprünglich wurde er als Gegenspieler des Ford Mustangs ins Rennen geschickt, dem er auch schleunigst hinterhergaloppierte. Bei der Motorisierung standen verschiedene V8-Triebwerke zur Auswahl, sowie ein Sechszylinder als Sparversion. Standard waren der längs eingebaute Frontmotor und Hinterradantrieb. Bis 2004 rauften sich vier Modellgenerationen, 2005 folgte das erste Remake, erst als Coupé, später als Cabrio.

 

Mit Lasso zur Testfahrt

432 Pferde ist der Camaro 6.2 V8 stark. Dass das nicht nur so dahingesagt ist, glaube ich auf den ersten Blick. In das Gesicht auf seiner Front steht ein lautloses „GROOAR“ geschrieben. Noch ehe ich den Motor anlasse, höre ich ihn knurren. Gefährliche Optik – okay, gefällt mir! Haken auf meiner Plusliste. Das Knallgelb des Testwagens wird wie selbstverständlich dafür sorgen, dass ich das Gegenteil von Undercover sein werde.

 

Ich öffne die Türen und lasse mich in die gut gepolsterten Sportsessel fallen: Der Eindruck hält sich! Der Innenraum wirkt sehr hochwertig und aufgeräumt, auch hier erinnert vieles an den alten Camaro aus den 60ern.

 

Auf Wildpferden durch Hamburg

Beim Umdrehen des Zündschlüssels erklingt der voluminöse Motor. Ein wenig fehlt es dem Klang an Tiefe und das gewohnte Grollen kommt etwas zu kurz. Dennoch: Auf der Straße stürmt der Camaro noch immer wie eine Herde Wildpferde. Das Sechsgangschaltgetriebe ist angenehm straff und der Motor dreht sehr gut!

Auch die Lenkung ist sehr direkt und bei Beschleunigungsmanövern krallt sich der Camaro in den Asphalt und zieht ordentlich an. Für den Sprint von 0 auf 100 braucht er gerade mal 5 ½ Sekunden.

 

Aufmerksamkeitsmagnet

In der Innenstadt werden die Blicke von dem Camaro wie von einem Lasso eingefangen. Man kann ihn gar nicht nichtsehen. Mit seiner Breite von 1,90 Meter sprengt er außerdem jedes gewohnte Straßenformat.

 

Sattel statt Sofa

Gott sei Dank ist der Camaro nicht so schrecklich komfortabel. Er besitzt ein straffes, dabei aber nicht überhartes Fahrwerk und gleicht den minimalen Federungskomfort maximal durch seine gemütlichen Sitze aus.

 

Auf der Landstraße sind Überholmanöver selbst im vierten Gang möglich und der Verbrauch bewegt sich im Schnitt bei erträglichen 10 bis 11 Litern.

 

Und jetzt der Clou

Im Preis-Leistungs-Verhältnis ist der Camaro unbesiegbar. Nirgends sonst sind 439 PS für 39.000 € erhältlich. So viel Power für so „wenig“ Geld sind ein echtes Kaufargument für dieses sportliche Muscle Car.

 

AM Ende der Testfahrt angekommen, schwinge ich mich auf mein Mountainbike und radle nach Hause – mein Bike ist mir noch nie so träge vorgekommen. Wer heute ähnliche Spritztouren mit seinem Bollerwagen unternimmt oder auch anders einen schönen Tag verbringt, dem wünsche ich dabei alles Gute!

Bis bald,

Euer Tom

 

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